Wir präsentieren zwei Bereiche der Besitztümer des JHI. Erstens wird der Reichtum und Vielfalt der blühenden Jüdischen Kultur gezeigt, die sich in Polen entwickeln hat. Zweitens präsentieren sie die Tragödie seiner Zerstörung im Holocaust. Die Schönheit der Kunstausstellung steht im krassen Kontrast zu der Ausstellung über das Leben und Sterben im Warschauer Ghetto.
Kunstwerke von Jüdischen Künstlern gehören zu dem Weltkulturerbe. Die Geschichte der Europäischen Kunst kommt ohne sie nicht aus, obwohl ihr kreatives Leben brutal und frühzeitig beendet wurde und vieles ihrer Kunst zerstört wurde.
Die Jüdischen Kunsthandwerker sind oft anonym geblieben, obwohl ihre Werke – Rituelle Objekte – sehr wichtig für das Jüdische religiöse Leben waren. Das Inventar der Synagogen, die exquisiten Stoffe und die Einrichtung der Synagogen lassen ein wenig die Atmosphäre der Jüdischen Häuser des Gebets wieder aufleben.
· Die Gallerie der Jüdischen Kunst ist mit prächtigen Werken bestückt von Maurycy Gottlieb (Alter Mann) und Leopold Gottlieb ( Porträt von Dr. Kupczyk), von Samuel Hirszenberg (Künstler mit seiner Muse), Jan Gotard (Cinderella), Werke von Maurycy Trebacz und Artur Markowicz und vielen anderen. Ebenfalls kann man eindrucksvolle Synagogenausstattungen bewundern, eine hölzerne aron ha-kodesh ,aus einer Stadt in der Nähe von Warschau stammend, ebenso wie Paroches und Torahmäntel, Ausstellungsstücke, die an deren frühere Besitzer, die griechischen Juden erinnern, welche in Ausschwitz ermordet wurden.
· Die Ausstellung des Warschauer Ghettos erzählt die Geschichte der Warschauer Juden unter der Okkupation der Nazis von den frühen anti-jüdischen Gesetzen und Einschränkungen 1939 bis hin zu dem Mord an der gesamten Bevölkerung und dem Aufstand des Ghettos 1943. Ergänzend zur Ausstellung wird eine Filmdokumentation gezeigt (auch auf Deutscher Sprache ).
Beginnend im Jahre 1986, wurden über 50 temporäre Ausstellungen im JHI gezeigt oder mit Hilfe des Besitzes des JHIs gezeigt. Die meisten von ihnen wurden im JIH gezeigt ( einschließlich des Raumes im „Blue Skyscraper“), einige in der Zacheta, dem prestigeträchtigsten Ausstellungsort in Warschau und einige in regionalen Museen oder in Polnischen Einrichtungen im Ausland.
Im Rahmen verschiedener Projekte wurde das Ringelblum Archiv der Öffentlichkeit in Ländern wie Deutschland, Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika vorgestellt.