Zu den Vorgängern des JHI zählt das „YIVO Institut für jüdische Forschung“, das 1925 in Vilnius gegründet wurde. 1929 gründete die YIVO schließlich die „Historische Kommission“ in Warschau, an der sich der berühmte Emanuel Ringelblum beteiligte und an ihrem Aufbau mitwirkte. Die Geschichte des berühmten Untergrundarchives des Warschauer Ghettos, das Ringelblum mit einer Gruppe vertrauenswürdiger Leute aufbaute, ist eng mit unserem Institut verbunden. Ende 1944 gründeten einige der Überlebenden der vor dem Kriege existierenden Historischen Kommission die „Zentrale Jüdische Historische Kommission“, den direkten Vorgänger des JHI.
Dieser Tradition folgend finden wir Inspiration und Ermutigung für unsere Arbeit im Institut
Institut der Judaistischen Forschung wird gegründet (ohne permanenten Sitz)
Die große Judaistische Bibliothek und das Institut der Judaistischen Forschung werden in einem neuen Gebäude von Edward Zacharias Eber (momentane Gebäude des JHI) gegründet
Die Deutschen Besatzer schließen die Bibliothek und entwendeten den Besitz
Das Warschauer Getto wird endgültig abgeriegelt (Das Bibliotheksgebäude befindet sich innerhalb des Gettos)
Die Zentrale Jüdische Historische Kommission beginnt in Lublin die Erlebnisberichte der Überlebenden aufzuzeichnen
Wiederentdeckung und Ausgrabung des ersten Teils des Ringelblum Archives in den Ruinen des Warschauer Gettos
Das Jüdische Historische Institut übernimmt das renovierte Gebäude der Großen Judaistischen Hauptbibliothek, dessen Besitz und die Funktion der Jüdischen Historischen Kommission
Bleter far Geschichte, ein wissenschaftliches Magazin auf Jiddisch wird zum ersten Mal veröffentlicht
Ausgrabung des zweiten Teils des Ringelblum Archivs
Erstausgabe des Biuletyn Zydowskiego Instytutu Historycznego ( Bericht des JHI) wird veröffentlicht
Zahlreiche prominente Gelehrte verlassen Polen und beenden ihre Forschungen am JHI
Die Yad Vashem Dokumentationsagentur wird im JHI gegründet
Die Abteilung zur Dokumentationsagentur wird im JHI gegründet
Beginn von Projekten zur Bildungsarbeit, Wiederaufnahme der Publikationsarbeit
Internationales Wissenschaftliches Seminar zum 50 Jährigen Jubiläum des Warschauer Ghettoaufstandes: 50 Jahre nach dem Holocaust
Konferenz zum 50 Jährigen Bestehen des Jüdisch Historischen Institutes
Feierliche Wiedereröffnung des vollständig renovierten Gebäude des JHI
Das JHI verdankt den Umbau, die Renovierungen und die Rettung und Erhalt seiner Sammlung der Großzügigkeit folgender Sponsoren: staatlichen Institutionen, Stiftungen und Privatpersonen. Besonderen Dank verpflichtet sind wir:
Conference for Jewish Material Claims against Germany (New York)
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Holocaust Memorial Museum (Washington, D.C.)
Herman-Niermann-Stiftung (Düsseldorf)
Foundation for Polish Science
Ronald S. Lauder Foundation
Prof. Susanne Eichler-Miller (Bonn)
Jack Burton Weissman (New York)
American Society for Jewish Heritage in Poland